Pressemitteilung vom 23.März 2018

GEW · Stadtverband Bonn · Endenicher Straße 127 · 53115 Bonn

Pressemitteilung

 

Bonn, den 23.03.18

Bonner GEW mit neuem Vorstand

-          -Stadtverband fordert digitale Dienstgeräte-

 

Der Bonner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung das Schulministerium und den Schulträger auf, die Schulen und die Lehrkräfte angemessen bei der Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, dass neben den Aspekten des Datenschutzes auch die notwendige Ausstattung mit digitalen Dienstgeräten für jede einzelne Lehrkraft durch das Land NRW oder den Schulträger (Stadt Bonn) gewährleistet wird, damit das digitale Arbeiten und Lernen an Schulen verbessert werden kann.

Während der Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Den Vorsitz übernehmen als Leitungsteam Imogen Wagner und Rolf Haßelkus, ihre Stellvertreterinnen sind Sibylle Clement, Inke Mertins und Silke Brusis. Rechtsschutzobmann ist zukünftig Dietrich Meyer und Kassiererin ist weiterhin Barbara Hoppe. Das GEW-Info bleibt in den Händen von Martin Fischer.

Ein ganz besonderer Dank galt dem bisherigen Vorsitzenden Joachim von Maydell, der dieses Amt 18 Jahre lang ausübte.

Neben der Verbesserung der Digitalisierung an den Schulen wird die Politik aufgefordert, soziale Ungleichheiten und Diskriminierungen im Bildungswesen abzubauen. Zudem müssen die Belastungen der Lehrkräfte und Erzieher*nnen gesenkt werden und die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit der Lehrer- und Erzieherberuf wieder attraktiver werden und somit der zunehmende Mangel an Fachkräften im Bildungswesen beseitigt werden kann.

 (Rolf Haßelkus, Vorstand GEW Stadtverband Bonn)

 

Resolution zur Digitalisierung im Rahmen der GEW Jahreshauptversammlung

Der Bonner Stadtverband der GEW fordert auf seiner Jahreshauptversammlung 2018 die Landesregierung bzw. das Schulministerium und den Schulträger auf, die Schulen und die Lehrkräfte angemessen bei der Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, dass neben den Aspekten des Datenschutzes auch die notwendige Ausstattung mit digitalen Endgeräten durch das Land oder den Schulträger gewährleistet wird, damit das digitale Arbeiten und Lernen an Schulen verbessert werden kann. Im Einzelnen fordern wir:

-         Bereitstellung von digitalen Dienstgeräten für jede einzelne Lehrkraft und deren regelmäßige Wartung, um unsere Aufgaben datenschutzkonform ausüben zu können.

-         Eine datenschutzkonforme Arbeitsplattform muss endlich zur Verfügung gestellt werden.

-         Datenschutz ist wichtig! Deshalb muss uns das Schulministerium rechtssichere und praxisnahe Lösungen anbieten.

 

Begründung:

Die Digitalisierung in den Schulen ist eine ganz wesentliche Herausforderung für die Zukunft. Nach  dem vorläufigen Stopp für LOGINEO warten viele Lehrerkollegien in NRW auf die versprochenen verbesserten Arbeits- und Kommunikationsmöglichkeiten an den Schulen im Rahmen der Digitalisierung. Gleichzeitig gilt es die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten und die informationelle Selbstbestimmung zu sichern und zu fördern. Seit dem 1.2.2018 gilt eine neue „Dienstanweisung Automatisierte Datenverarbeitung“ (vgl. Amtsblatt 02/2018) mit einem neuen, nun für alle Lehrkräfte verbindlichen Genehmigungsformular für die Nutzung eigener „Endgeräte“ wie PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Rechtlich verantwortlich für die Einhaltung der dienstlichen personenbezogenen Daten sind die Schulleitungen. Die Schulleitungen sind jedoch nicht in der Lage (vgl. 23. Datenschutzbericht des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit), aufgrund der vielfältigen Risiken bei der Datenverarbeitung, alle technisch relevanten Sicherheitsaspekte zu überschauen. Ein wirksamer Datenschutz kann nur durch die Bereitstellung dienstlicher Endgeräte gewährleistet werden.